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Johannes Urzidil

(* 3.2.1896 in Prag, † 2.11.1970 in Rom)

Sohn eines deutschnationalen Vaters und einer jüdischen Mutter, war der Autor lebenslang stark geprägt von der deutsch-tschechischen Kultur. Er befürwortete eine Autonomie der sudetendeutschen Gebiete, lehnte aber den Anschluss ans Deutsche Reich ab, was ihn schließlich 1934 seine Anstellung an der deutschen Botschaft in Prag kostete. Er verkehrte im Kreis um Kafka, Brod und Werfel, schrieb literar- und kunsthistorische Studien und  Gedichte. 1939 entzog er sich der Verhaftung und ging nach London, wo er sich im Umkreis der tschechischen Exilregierung publizistisch betätigte. 1941 kam er nach New York und fasste schließlich dort Fuß als Verlagslektor und Redakteur der „Stimme Amerikas“. 1946 erhielt er die amerikanische Staatsbürgerschaft. Seit 1945 veröffentlichte er autobiographisch gefärbte Prosawerke, deren Hauptthemen einerseits die böhmische Heimat, die Prager Kultur und ihr Untergang, andererseits die Amerika-Erfahrung sind. Damit hatte er beim deutschen und österreichischen Nachkriegspublikum durchaus Erfolg. Sein Exil verließ Urzidil jedoch zeitlebens nicht mehr.


Die Werke von Johannes Urzidil sind in unserer Sammlung vollständig vorhanden.
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Johannes Urzidil in Wikipedia

Ausführliche Biographie