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Walter Serner

(* 15.1.1889 in Karlsbad, † 23.8.1942 bei Riga)

Walter Serner (eigentlich Walter Eduard Seligmann) konvertierte kurz nach seinem Abitur 1909 vom Judentum zum Katholizismus und änderte seinen Nachnamen in Serner. Der Sohn des Herausgebers der „Karlsbader Zeitung“ schrieb früh Artikel zu Theater, bildender Kunst und Literatur. Er studierte in Wien und Greifswald Jura und ging nach der Promotion  nach Zürich, wo er sich dadaistischen Kreisen anschloss. 1918 verfasste er den Text „Letzte Lockerung, manifest dada“, der als eine der wichtigsten literarischen Dada-Schriften gilt. Er entfernte sich jedoch bereits wenige Jahre später wieder von der Dada-Bewegung, unternahm ab 1920 zahlreiche Reisen quer durch Europa und begann, Kriminalgeschichten zu verfassen, in denen die Darstellung gesellschaftlicher Prozesse im Vordergrund stand. Sein 1925 erschienener Roman „Die Tigerin“ ist der Höhepunkt dieser Entwicklung. Ab 1928 verschwand er führ mehrere Jahre spurlos. Serner, dessen Werke mittlerweile von den Nationalsozialisten verboten worden waren, heiratete 1938 in Prag seine langjährige Freundin Dorothée Herz. Im August 1942 wurde er in das Ghetto Theresienstadt und kurze Zeit später weiter nach Osten deportiert, wo er wahrscheinlich noch im selben Jahr in einem Vernichtungslager ermordet wurde.


Die Werke von Walter Serner sind in unserer Sammlung nicht vollständig vorhanden.
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Walter serner in Wikipedia