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Anna Seghers

(* 19.11.1900 in Mainz, † 1.6.1983 in Berlin/DDR)

eigentlich: Netty Reiling, verh. Radványi

Obwohl Tochter eines jüdischen Antiquitätenhändlers, brachte Netty Reiling auch viel christliches Gedankengut mit in ihre literarische Arbeit. Der väterliche Beruf  ließ sie u. a. Kunstgeschichte studieren (Promotion 1924). 1925 heiratete sie den ungarischen Wissenschaftler László Radványi. Kurz nach ihrem literarischen Debüt unter dem Pseudonym Anna Seghers erhielt sie für „Der Aufstand der Fischer von Santa Barbara" (1928) den Kleist-Preis und wurde berühmt. Von Anfang an erzählte sie aus dem Milieu von Unterprivilegierten und Unterdrückten. Folgerichtig waren ihr Beitritt zur KPD und die Beteiligung an den internationalen Kulturaktivitäten unter Führung der Sowjetunion. Seghers freundete sich auch mit Georg Lukács an. Mit ihrer Vorliebe für Autoren wie Dostojewski, Dos Passos und vor allem Kafka vertrug sich der doktrinäre sozialistische Realismus aber weniger. Der Versuch, eine eigenständige Ästhetik mit ihrer politischen Zugehörigkeit zu vereinbaren, wurde ihr zeitlebens schwer gemacht und war die Ursache für manches spätere Scheitern.

1933 wurde Anna Seghers kurzzeitig verhaftet und floh dann nach Frankreich, später nach Mexiko. Der Faschismus und aktuelle politische Schicksale wurden die Themen ihrer weiteren Werke. Alles überragt der Roman „Das siebte Kreuz" (1942).


Die Werke von Anna Seghers sind in unserer Sammlung vollständig vorhanden.
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Anna Seghers in Wikipedia

Ausführliche Biographie