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Hans Sahl

(* 20.5.1902 in Dresden, † 27.4.1993 in Tübingen)

eigentlich: Hans Salomon

Als Sohn eines jüdischen Kaufmanns aus Dresden studierte Sahl (Promotion 1924) und schrieb Kritiken für zahlreiche Zeitungen und Zeitschriften. Zur Emigration nach Prag entschloss er sich im März 1933; später hielt er sich länger in Frankreich auf. Aus der Internierung gelang es ihm 1941 nach New York zu entkommen. Die Stadt blieb sein Wohnsitz für lange Exiljahre, während derer er auch für deutsche Zeitungen schrieb und englische Literatur ins Deutsche übersetzte, insbesondere die amerikanischen Dramatiker, deren Rezeption in Deutschland er damit förderte. Erst 1990 kehrte Sahl hochbetagt nach Deutschland zurück. Die Themen seiner fiktionalen Prosa und Gedichte entstammen überwiegend seiner Erfahrung als Emigrant. Die autobiographischen Werke „Memoiren eines Moralisten" (1983) und „Das Exil im Exil" (1990) spiegeln dies auch sprachlich überzeugend. Als einer der letzten überlebenden Exilautoren fand der Zeitzeuge Hans Sahl in Deutschland im Zuge der Wiederentdeckung der Exilliteratur große Beachtung.


Die Werke von Hans Sahl sind in unserer Sammlung vollständig vorhanden.
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Hans Sahl in Wikipedia

Ausführliche Biographie