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VERFEMT – VERBOTEN – VERBRANNT


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Hans Natonek

(* 28.10.1892 in Prag, † 23.10.1963 in Tucson/Arizona)

auch: N. O. Kent

Als Sohn eines freidenkerischen Versicherungskaufmanns kam Natonek 1913 nach dem Jurastudium zum Journalismus. Einige Zeit wirkte er in Leipzig als Redakteur verschiedener Blätter. In der Weimarer Republik machte er sich einen Namen als linksliberaler, brillanter Feuilletonist, Lyriker und Erzähler. Sein mit dem Goethepreis ausgezeichneter Roman „Kinder einer Stadt" (1932) fiel 1933 der Bücherverbrennung zum Opfer. Mit seiner zweiten Frau, einer Jüdin, die er 1935 heiratete, kehrte er nach Prag zurück. 1938 reiste er nach Paris aus, 1941 unter großen Gefahren weiter in die USA. 1944 ließ er sich in Tucson, Arizona nieder und erwarb bald die amerikanische Staatsbürgerschaft. Im Exil verbrannte er viele seiner Manuskripte. Obwohl er seinen Lebensunterhalt überwiegend mit Zeitungs-und Zeitschriftenartikeln verdiente, entwickelte er zu diesem Metier eine kritische Haltung. Seine literarische Produktivität war im Grunde mit der Emigration erloschen.


Die Werke von Hans Natonek sind in unserer Sammlung vollständig vorhanden.
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