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Valeriu Marcu

(* 8.3.1899 in Bukarest, † 4.7.1942 in New York)

Marcu, aus einer jüdischen Familie in der Bukowina stammend, war zunächst entschiedener Kommunist und musste deshalb auch sein Land verlassen. Als Staatenloser im schweizer Exil traf er Lenin. Seit er ab 1920 in Berlin lebte, näherte sich seine Einstellung neokonservativen kulturkritischen Strömungen (sog. „Konservative Revolution" um Ernst Jünger und Ernst Niekisch) an, von denen er irrtümlich mehr Widerstandskraft gegen den Nationalsozialismus erwartete als vom Kommunismus. Sein Ideal war das Preußentum, während er sich von seiner jüdischen Abstammung distanzierte. Er schrieb Biographien, historische Essays und Aufsätze für die „Weltbühne" und andere linke Blätter sowie im Exil für Klaus Manns „Sammlung". Marcus Fluchtweg glich dem vieler Emigranten: Schweiz – Frankreich – USA.
Der Autor war verheiratet mit Eva Dorothea Marcu (1908-2004). Kurz nach seiner Übersiedlung nach New York, die ihm Varian Fry für das Emergency Rescue Committee ermöglichte, erlag er einem Herzinfarkt.


Ich habe mich für die Judenfrage nie interessiert, weil sie mich nicht interessiert hat. Ich war stets der Meinung, wie ein Dichter [Heinrich Heine] es einmal schrieb, daß Judentum keine Religion, sondern ein Unglück ist. Die konsequente religiöse Fortsetzung des Judentums ist für mich der Katholizismus.
(Aus: Brief an Gottfried Treviranus vom 18.11.1938)

Die Werke von Valeriu Marcu sind in unserer Sammlung vollständig vorhanden.
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Valeriu Marcu in Wikipedia

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