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Heinrich Mann

(* 27.3.1871 in Lübeck, † 12.3.1950 in Santa Monica, Calif.)

Zur Zeit der Machtergreifung war der schon über 60-jährige Heinrich Mann einer der – zumindest in republikanischen Kreisen - anerkanntesten deutschen Schriftsteller. Enttäuscht registrierte er jedoch die wachsende Kluft zwischen seinen aufklärerisch-ethischen Idealen und der geistigen, sozialen und politischen Zerrüttung von Staat und Gesellschaft in Deutschland. Obwohl von Rechts zunehmend angefeindet, fungierte er seit 1930 als Präsident der Preußischen Akademie der Künste, Sektion Dichtkunst. Sein Ausschluss unter dem Druck der NS-Machthaber und sein Eintreten für den sozialistischen Widerstand führten im Februar 1933 zur Flucht über Prag nach Frankreich, Spanien und Portugal, schließlich in die USA, wohin er 1940 seinem Bruder Thomas folgte. An der Gründung des Aurora-Verlags war auch er beteiligt. Seine publizistische Aktivität im Exil als Redner, Leitartikler und Essayist war außerordentlich. Gerade er als idealistisch-humanistischer Geist musste unter den realen Existenzbedingungen als Exilierter jedoch besonders leiden. So resignierte und vereinsamte er zunehmend und starb, obwohl die Schiffsreise nach Europa schon gebucht war, wo ihn die DDR ehrenvoll aufnehmen wollte.


Die Werke von Heinrich Mann sind in unserer Sammlung vollständig vorhanden.
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Heinrich Mann in Wikipedia

Ausführliche Biographie

MannH-um1923
Porträtfoto, um 1923
     
      MannHeinrich-In_einer_Familie