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Erika Mann

(* 9.11.1905 in München, † 27.8.1969 in Zürich)

Die älteste Tochter von Thomas und Katia Mann verschrieb sich nach ihrem Abitur 1924 der Schauspielerei. Gemeinsam mit ihrem Bruder Klaus, mit dem sie zeitlebens eng verbunden war, und einigen Freunden gründete sie am 1. Januar 1933 in München das politisch-literarische Kabarett „Die Pfeffermühle“, das großen Erfolg hatte. Nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten musste die Aufführung jedoch unterbrochen werden und die Mitglieder des Ensembles mussten untertauchen. Nach der Flucht in die Schweiz wurde das Kabarett dort und später in ganz Europa insgesamt über 1000 Mal aufgeführt. Erika Mann als der geistigen Schöpferin wurde von den Nationalsozialisten die deutsche Staatsbürgerschaft entzogen und die Aufführungen in Europa waren bald nur noch unter strengen Auflagen möglich. Das Ensemble emigrierte 1936 in die USA doch löste sich nach dem Misserfolg ihrer dortigen Tournee auf. Mann unternahm daraufhin Vortragsreisen durch Amerika um die dortige Bevölkerung über das NS-Regime aufzuklären und von der Dringlichkeit des Handelns zu überzeugen. Aus demselben Grund veröffentlichte sie 1938 ihr politisches Lehrbuch „School for Barbarians“ über die Kindererziehung unter dem NS-Regime, das in Amerika sehr erfolgreich war; weitere vielbeachtete Veröffentlichungen folgten.


Die Werke von Erika Mann sind in unserer Sammlung nicht vollständig vorhanden.
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Erika Mann in Wikipedia

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