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Egon Erwin Kisch

(* 29.4.1885 in Prag, † 21.3.1948 in Prag)

Der Prager Kaufmannssohn genoss eine journalistische Ausbildung in Berlin und war bereits vor dem Weltkrieg als Reporter tätig, seit 1906 in Prag, ab 1913 in Berlin. Nach kurzem Kriegsdienst war er als Kommunist in Wien aktiv, wurde ausgewiesen und war seitdem wieder überwiegend in Deutschland und auf vielen Reisen als Beobachter des sozialpolitischen Lebens publizistisch tätig. Er bereiste die Sowjetunion, die USA, Mittelasien und China. Auch gründete Kisch den „Bund proletarisch-revolutionärer Schriftsteller" mit. Sofort nach seiner Rückkehr nach Berlin, nach dem Reichstagsbrand 1933, wurde er verhaftet und als tschechoslowakischer Bürger nach Prag abgeschoben. Von dort ging er 1934 ins Exil nach Paris, wurde dann Mitglied der Internationalen Brigaden im Spanischen Bürgerkrieg und hielt sich seit 1940 in Mexiko auf, wo er der Gruppe „Freies Deutschland“ angehörte. 1946 kehrte er nach Prag zurück.
Kisch gebührt das Verdienst, die Reportage als literarische Gattung im 20. Jahrhundert etabliert zu haben. Alltägliche Beobachtungen und Episoden sind ihm Anlass zur Analyse gesellschaftlicher Zusammenhänge.


Die Werke von Egon Erwin Kisch sind in unserer Sammlung fast vollständig vorhanden.
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Egon Erwin Kisch in Wikipedia

Ausführliche Biographie

 

Kisch-Strathaird1934_SamHood1

Kisch an Bord des britischen Passagierschiffs „Strathaird" auf der Reise nach Australien (1934),
Foto von Sam Hood, public domain (ACC)