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Franz Kafka

(* 3.7.1883 in Prag, † 3.6.1924 in Kierling bei Wien) 

Kafka war der Sohn eines jüdischen Prager Kaufmanns, dessen autoritäre Erziehung in dem Jungen Angstzustände hervorrief und der die Begabung seines früh schreibenden Sohnes verkannte. Heimliches Schreiben wurde für Kafka zur Chance, den familiären Zwängen zeitweise zu entkommen. Auf väterlichen Druck studierte er Jura, promovierte 1906 und arbeitete ab 1907 als Beamter in der Arbeiter-Unfall-Versicherungs-Anstalt. In philosophischen und literarischen Zirkeln lernte er u. a. Max Brod, Felix Weltsch und Oskar Baum kennen. Den Berufsalltag empfand Kafka stets als Einengung, das Schreiben als Lebensziel. Wegen Lungentuberkulose, an der er 1917 erkrankt war, frühpensioniert, hatte er mehr Zeit zum Schreiben. Die Entstehung seiner Werke korrespondiert mit den z. T. zehrenden Kämpfen mit seinen Gefühlen für Frauen (Felice Bauer, Milena Jesenská).

Sein engster Freund Max Brod rettete trotz des Kafka am Sterbebett gegebenen Versprechens, alles zu verbrennen, dessen Manuskripte, erneut 1939 bei der Flucht vor den Nationalsozialisten nach Jerusalem. Mit seinen abgründig-vieldeutigen Texten, die sowohl das Idealistische als auch sein vielgestaltiges Gegenteil spiegeln, blieb Kafka einer der wichtigsten Autoren des 20. Jahrhunderts. Die Unmöglichkeit einer allein richtigen Deutung macht seine Literatur zur Anregung eigenständigen Denkens wertvoll.


Die Werke von Franz Kafka sind in unserer Sammlung vollständig vorhanden, jedoch einige Erstausgaben fehlen.
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Franz Kafka in Wikipedia

Ausführliche Biographie

 

 

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