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Franz Hessel

(* 21.11.1880 in Stettin, † 6.01.1941 in Sanary-sur-Mer)

Der in Berlin aufgewachsene jüdische Bankierssohn kam zum Studium nach München und war dort vor allem mit Franziska von Reventlow bekannt. Neuromantische lyrische Anfänge datieren aus dieser Zeit. Ab 1906 lebte er bis 1914 vorwiegend in Paris, dann in Berlin als Übersetzer und Lektor des Verlags Rowohlt. Auch nach einem Schreibverbot konnte er diese Tätigkeit bis 1938 fortsetzen. Nach Paris geflüchtet, endete sein Lebensweg, entkräftet aus der Internierung in Les Milles entlassen, in Sanary-sur-Mer. Hessels Lebensstationen sind auch die Schauplätze seiner Romane: Schwabing („Der Kramladen des Glücks", 1913), Paris („Die Pariser Romanze. Papiere eines Verschollenen", 1920), Berlin („Heimliches Berlin", 1927), stets in Verbindung mit der Verarbeitung der eigenen Erinnerung und Lebensgefühle. Seine Gestalten nehmen oft die Sichtweise des Flaneurs ein, der absichtslos durch die Großstädte wandert. Hessels in Zeitschriften erschienene und später gesammelte Kurzprosa (u.a. „Teigwaren leicht gefärbt", 1926) enthält humor- und stimmungsvolle Apercus aus dem Berliner Volksleben. In seinem bekanntesten, von Walter Benjamin gerühmten Buch „Spazieren in Berlin" (1929) schildert und erschließt er wiederum als unaufgeregter Flaneur den kleinen Alltag der betriebsamen Metropole.


Die Werke von Franz Hessel sind in unserer Sammlung fast vollständig vorhanden.
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Franz Hessel in Wikipedia

Ausführliche Biographie

 

Hessel_Franz-vor1910_Wiki

Anonymes Foto vor 1910