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Willy Haas

(* 7.6.1891 in Prag, † 4.9.1973 in Hamburg)

Vor allem als Essayist und Kritiker erzielte der dem Prager-deutschen Literatenmilieu entstammende Haas, nach eigenen Worten ein Erzliterat, Wirkung. Er hatte aber als Herausgeber der Literaturzeitschrift „Die Herder-Blätter" (ab 1911) auch Anteil an den Anfängen seiner Schulfreunde Werfel, Kornfeld, Brod und Kafka. Ein wichtiges Vorbild wurde ihm auch sein Briefpartner Hugo v. Hofmannsthal. Schon vor dem Krieg auf Vermittlung Werfels im Leipziger Kurt-Wolff-Verlag tätig, arbeitete Haas nach seiner österreichischen Soldatenzeit als Redakteur für den „Filmkurier" und Rowohlts Wochenschrift „Die Literarische Welt" (1925-1933), deren spezifische Qualität und Breitenwirkung zum großen Teil sein Verdienst sind. In dieser Zeit avancierte er, selbst zur „Gruppe 25“ zählend, zu einem der besten Literaturkenner Berlins, was sein ebenfalls Die literarische Welt betiteltes „Erinnerungsbuch" (1957) eindrucksvoll spiegelt. 1933 kehrte Haas, nachdem seine Wohnung durchsucht worden war, nach Prag zurück, arbeitete dort mit eingeschränktem Wirkungskreis, musste aber 1939 über Italien nach Indien emigrieren, wo er sein Leben u. a. mit Drehbuchschreiben für englische Filme verdiente. Nach Europa zurückgekehrt, war er ab 1948 unter dem Pseudonym „Caliban" Feuilletonmitarbeiter der „Hamburger Welt". Zwar trug er dazu bei, die literarischen Errungenschaften der Weimarer Republik lebendig zu erhalten, jedoch konnte er den neuen Tendenzen der Nachkriegsliteratur kaum folgen. 

         

       
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Willy Haas in Wikipedia

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