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Leonhard Frank

(* 04.09.1882 in Würzburg, † 18.08.1961 in München)

Der Würzburger Schreinersohn wuchs in einfachen Verhältnissen auf, kam aber wegen seines künstlerischen Talents nach München, um Malerei zu studieren. Dort schloss er sich einem Kreis von Literaten und Bohemiens an; mit Johannes R. Becher freundete er sich an und Otto Gross förderte ihn in seinen literarischen Neigungen. Nach der Übersiedlung nach Berlin (1910) erschien 1914 sein erster Roman „Die Räuberbande". Als überzeugter Pazifist emigrierte er von 1915 bis 1918 nach Zürich. U.a. in den „Weißen Blättern" schrieb er vehement gegen Militarismus und Krieg. 1933 musste er erneut in die Schweiz flüchten, wurde in Deutschland ausgebürgert und teilte dann das Schicksal vieler Exilierter auf dem Weg in die USA über die französische Internierung und in Amerika in die vorübergehende Anstellung als Drehbuchautor in Hollywood. 1950 kehrte er aus New York nach Deutschland zurück, stieß aber in der Heimat auf Ablehnung. Bereits in den frühen autobiographisch geprägten Werken hatte Frank eine sehr kritische Haltung zu Deutschland, exemplarisch dargestellt an seiner Heimatstadt Würzburg, gezeigt, verbunden mit dem durchgängigen Thema der Sehnsucht nach der Fremde und dem gleichzeitigen Verhaftetsein in der Heimat. In seinen letzten Jahren bekräftigte er in der romanhaften Autobiographie „Links, wo das Herz ist" (1952) die Kritik an den der NS-Ideologie verfallenen Deutschen und seine sozialistische Einstellung. Zum relativ begrenzten Kosmos seiner Themen, die sich in allen seinen Werken finden, gehört auch die aus einem leicht überhöhten Sozialismus gespeiste Darstellung der Liebe („Der Mensch ist gut", 1917; „Karl und Anna", 1926).


Die Werke von Leonhard Frank sind in unserer Sammlung vollständig vorhanden.
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Leonhard Frank in Wikipedia

Ausführliche Biographie

FrankL-1929_wiki

Foto vor 1929
     
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