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VERFEMT - VERBOTEN - VERBRANNT


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Bernard von Brentano

(* 15.10.1901 in Offenbach/Main, † 29.12.1964 in Wiesbaden)

In Berlin, wo Brentano sich als freier Schriftsteller versuchte, lernte er Joseph Roth kennen, der ihn dabei unterstützte, bei verschiedenen Zeitungen als Redakteur beschäftigt zu werden. Auch mit Reisereportagen (Polen, Sowjetunion, 1927-1932) trat er hervor, literarisch der Neuen Sachlichkeit, politisch der Linken zuzuordnen. Allerdings veränderte sich seine Einschätzung des Sozialismus angesichts der beobachteten Zustände unter dem Stalinismus. Große Beachtung fanden seine realistischen Schilderungen und Analysen gesellschaftlicher Probleme in Deutschland aus den letzten Krisenjahren der Weimarer Republik. Erst einige Zeit nachdem Brentano 1933 in die Schweiz umgesiedelt war, wurden seine journalistisch-kritischen Schriften im NS-Staat verboten. Sein großer Familienroman „Theodor Chindler" (1936) wurde von der Kritik sehr gelobt; damit fand der Autor schließlich auch Anerkennung als Romancier. Bis zur Rückkehr nach Deutschland 1949 und Wohnsitznahme in Wiesbaden folgten noch weitere Erzählwerke, jedoch auch Aufarbeitungen des Exils und kritische Beiträge zur Gegenwartsliteratur, womit der Autor als humanistischer Literat Autorität erwarb.


Die Werke von Bernard v. Brentano sind in unserer Sammlung nicht vollständig vorhanden.
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Bernard v. Brentano in Wikipedia

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