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Aufstellungssystematik und Signaturen der Handschriften (mit Hinweisen zum Stand der Katalogisierung)


Die an der UB Augsburg beibehaltene systematische Aufstellung der Handschriften der Oettingen-Wallersteinschen Bibliothek sowie die sich daraus ergebenden Signaturen wurden von Wilhelm Freiherrn von Löffelholz entwickelt, dem bedeutendsten Leiter der Sammlung im 19. Jhdt.

Löffelholz unterteilte die Handschriften in vier Gruppen, die im Folgenden kurz erläutert werden.


Cod. I:
Cimelien (Handschriften vor 1300 und illuminierte Handschriften)

In den folgenden sieben Gruppen werden jeweils drei Formate unterschieden:
8°: Oktav, 4°: Quart, 2°: Folio
Innerhalb der Formate sind die Bände fortlaufend nummeriert.

Cod. I.1 griechisch
Katalog Stefec 2014
Cod. I.2 lateinisch
2°: Katalog Hägele 1996
4°: Katalog Hilg 2007
8°: Katalog in Arbeit
Cod. I.3 deutsch
2°, 4°, 8°: Katalog Schneider 1988
Cod. I.4 sonstige mitteleuropäische Sprachen
Katalogisierung geplant
Cod. I.5 orientalische Handschriften
Cod. I.6 Turnier-, Kampf- und Fechtbücher
Katalogisierung geplant
Cod. I.7 Genealogie

Beispiel für eine Signatur:
Evangeliar aus Echternach, Cod. I.2.4° 2
= lateinische Cimelien im Quartformat, zweiter Band in der Zählung


Cod. II:
Lateinische Handschriften

In den folgenden drei Gruppen werden jeweils drei Formate unterschieden:
8°: Oktav, 4°: Quart, 2°: Folio
Innerhalb der Formate sind die Bände fortlaufend nummeriert.

Cod. II.1 Mittelalter
2°: Katalog Hägele 1996, Katalog Hilg 1999
4°: Katalog Hilg 2007
8°: Katalog in Arbeit
Cod. II.2 16. Jhdt.
Cod. II.3 17. - 19. Jhdt.

Beispiel für eine Signatur:
Nicolaus de Dinkelsbühl, Sermones varii, Cod. II.1.2° 49
= lateinische Handschriften des Mittelalters im Folioformat, 49.Band in der Zählung


Cod. III:
Deutsche Handschriften

In den folgenden drei Gruppen werden jeweils drei Formate unterschieden:
8°: Oktav, 4°: Quart, 2°: Folio
Innerhalb der Formate sind die Bände fortlaufend nummeriert.

Cod. III.1 Mittelalter
2°, 4°, 8°: Katalog Schneider 1988
Cod. III.2 16. Jhdt.
Cod. III.3 17. - 19. Jhdt.

Beispiel für eine Signatur:
Vierzig Myrrhenbüschlein vom Leiden Christi, Cod. III.1.4° 20
= deutsche Handschriften des Mittelalters im Quartformat, 20.Band in der Zählung


Cod. IV:
Handschriften in neueren Fremdsprachen

Cod. IV.8° Oktavformat
Cod. IV.4° Quartformat
Cod. IV.2° Folioformat

Innerhalb dieser Gruppen sind die Bände fortlaufend nummeriert.
Katalogisierung der mittelalterlichen Handschriften geplant.