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Exlibris des Klosters Maihingen (in: Juan de Rada, Controversiae theologicae, Köln 1620, 02/XIII.5.4.576-1/2)


Zur Erfüllung eines nach einem lebensgefährlichen Pferdesturz abgelegten Gelübdes stiftete Graf Johann der Ernsthafte von Oettingen 1405 bei Maihingen eine Kapelle.

In der zweiten Hälfte des 15. Jhdts. entstand dann an dieser Stelle ein von Birgittinnen und Birgitten aus dem oberpfälzischen Gnadenberg besiedeltes Doppelkloster, wie es für den von der hl. Birgitta von Schweden gegründeten Orden typisch war. Aufgrund mangelhafter wirtschaftlicher Ausstattung erlebte das Kloster keine Blüte und wurde durch die Reformation und die Kriege des 16. Jhdts. derart geschwächt, dass es 1576 aufgegeben werden musste. Die Bibliothek war bereits 1525 im Bauernkrieg untergegangen; erhalten haben sich nur je ein Dutzend Handschriften und Inkunabeln sowie wenige Druckwerke des frühen 16. Jhdts.

1607 wurde das Kloster von den Franziskaner-Konventualen (Minoriten) der Straßburger Ordensprovinz übernommen, die hier bis zum Ende des 18. Jhdts. die Novizen der Oberdeutschen Provinz ausbildeten. In die Oettingen-Wallersteinsche Bibliothek gelangten über die Minoritenbibliothek ca. 1750 Bände .

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