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Ludwigs Nachfolger: Umsicht und Wahrung



Besitzvermerk und Stempel Friedrich von Oettingen-Wallersteins (in: Georg Simon Klügel, Anfangsgründe der Naturlehre, Berlin 1806, 02/VIII.2.8.645)


Ludwigs Bruder und Nachfolger Friedrich sah sich aufgrund der desolaten Finanzlage, in der Ludwig das Fürstentum hinterlassen hatte, dazu gezwungen, Teile der Sammlung zu veräußern. So erwarb z.B. König Ludwig I. von Bayern 1828 ca. 200 Bilder aus der von Zeitgenossen (u.a. Goethe) besonders gerühmten Gemäldesammlung. Nichtsdestoweniger blieben die fürstlichen Sammlungen bedeutend und lockten weiterhin Besucher an, so dass 1847 feste Besichtigungszeiten eingerichtet wurden.

Die Bibliothek war von den Veräußerungsmaßnahmen  nicht betroffen, abgesehen von einem Dublettenverkauf der späten 1830er Jahre. Dessen Erlös diente zum einen dazu, die Bücher und anderen fürstlichen Sammlungen 1841 wieder nach Maihingen zu verlegen, zum anderen wollte Friedrich damit einen Grundstock bilden, um "unsere Bibliothek durch das Interessanteste und Zweckmäßigste des seit neuerer Zeit Erschienenen zu ergänzen". Obwohl auch seine Nachfolger einen jährlichen Etat für Neuanschaffungen bereitstellten, können die Erwerbungen des späteren 19. Jhdts. sich doch an Bedeutung nicht mit dem messen, was frühere Generationen zusammengetragen hatten.

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