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Thomson: Les saisons



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James Thomson:
Les Saisons
Amsterdam, 1771
02/III.11.8.1347

Illustration zum ‚Frühling’ von Pierre-Philippe Choffard



James Thomsons vierteiliges Blankversgedicht The Seasons (Die Jahreszeiten, 1726 – 1730) verbindet Naturbeobachtung mit moralischen, philosophischen und theologischen Überlegungen. Der Ablauf der Jahreszeiten ist für Thomson ein Zeichen dafür, wie die Welt von der Weisheit und der Güte eines allmächtigen Schöpfers gelenkt wird. Dem Menschen ist es aufgegeben, das Wirken Gottes zu erkennen, und sich in die von Gott geschaffene Welt durch harmonische, tugendhafte Lebensführung einzugliedern. Zugleich kündigt das Gedicht bereits das Naturgefühl der Romantiker an. Auf Thomsons Seasons stützt sich u.a. der Text von Joseph Haydns Oratorium Die Jahreszeiten.