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La Fontaine: Fables choisies



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Jean de La Fontaine:
Fables choisies. - Tome premier
Paris : Desaint & Saillant; Durand, 1755
02/III.11.2.8-1

Illustration zur Fabel ‚Der Fuchs und die Trauben’
nach einer Vorlage von Jean-Baptiste Oudry



Jean de La Fontaine (1621 – 1695) gehört zu den bedeutendsten Vertretern der französischen Klassik. Er hinterließ ein vielgestaltiges Werk, zu dem z.B. auch die wegen ihrer gewagten Erotik zeitweise verbotenen Contes et nouvelles en vers (1666) gehören, die nicht zuletzt das Missfallen Ludwigs XIV. erregten.

Die Gunst des Königs konnte La Fontaine allerdings mit seinen 1668 – 1694 in zwölf Büchern erschienenen 237 Fabeln in Versform wiedergewinnen, die ihm zugleich weltweite Berühmtheit einbrachten. La Fontaine schöpft in diesen Fabeln aus antiken Quellen (Aesop, Phaedrus) ebenso wie aus der französischen Literatur des Mittelalters und orientalischen Überlieferungen, doch behandelt er seine Vorlagen mit großer Freiheit.

Die Illustrationen der vorliegenden, König Ludwig XV. gewidmeten Prachtausgabe basieren auf Tuschzeichnungen des vor allem als Tiermaler bedeutenden Jean-Baptiste Oudry (1686 – 1755). Charles-Nicolas Cochin fertigte nach diesen eher malerisch angelegten Vorlagen Umrisszeichnungen an, die für eine Umsetzung in die Druckgraphik geeignet waren. Anschließend überwachte er die Anfertigung der Druckgraphiken durch 42 Kupferstecher.