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Fénelon: Les aventures de Télémaque



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François de Salignac de La Mothe Fénelon:
Les aventures de Télémaque. - Tome second
Paris : L’imprimérie de Monsieur, 1785
02/III.11.4.50-2

Illustration zum 18. Buch
nach einer Vorlage von Charles Monnet



1698 bestimmte Ludwig XIV. auf Vorschlag seiner zweiten Frau, der Marquise de Maintenon, den einer alten Adelsfamilie entstammenden Geistlichen Fénelon (1651 – 1715) zum Erzieher des damals siebenjährigen Duc de Bourgogne, seines Enkels und eventuellen Thronfolgers. Für seinen Zögling schrieb Fénelon u.a. 1695/96 den umfangreichen Roman Die Abenteuer des Telemach.

Der Roman erzählt, wie Telemach aufbricht, um den noch nicht aus dem trojanischen Krieg heimgekehrten Vater Odysseus zu suchen, und nun an der Seite seines Freundes Mentor (in Wirklichkeit Minerva, die Göttin der Weisheit) zahlreiche Abenteuer in verschiedenen Ländern erlebt. Fénelon verfolgt vor allem eine didaktische Zielsetzung: Der Roman soll in gefälliger Einkleidung die Grundprinzipien vorbildlichen Herrschertums vermitteln.

Auf der hier gezeigten Illustration erlebt Telemach in der Unterwelt, wie die bösen Könige für ihre Untaten bestraft werden.