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Beaumarchais: Le mariage de Figaro



beaumarchais_gr


Pierre Augustin Caron de Beaumarchais:
La folle journée, ou le mariage de Figaro
[Kehl]: L’Imprimerie de la Société littéraire-typographique, 1785
02/III.11.4.37

Illustration zum ersten Akt
nach einer Vorlage von Jacques-Philippe-Joseph de Saint-Quentin



Im Mittelpunkt der Komödie La folle journée, ou le mariage de Figaro (Der tolle Tag, oder Figaros Hochzeit) von Pierre Augustin Caron de Beaumarchais (1732 – 1799) stehen die Auseinandersetzungen zwischen dem selbstbewussten Kammerdiener Figaro und seinem Herrn, dem Grafen Almaviva. Das Stück, das erst nach mehrjährigem Kampf gegen die königliche Zensur 1784 in Paris aufgeführt werden konnte, wurde zum Tagesgespräch in den literarischen Zirkeln Europas und diente wenig später als Vorlage für Mozarts Oper Le nozze di Figaro.

Die vorliegende Ausgabe entstand in der Druckerei im badischen Kehl, die sich Beaumarchais zunächst für eine Gesamtausgabe der Werke Voltaires eingerichtet hatte. Die gezeigte Illustration bezieht sich auf einen der Höhepunkte der Verwicklungen im ersten Akt: Der beim Grafen in Ungnade gefallene Page Cherubine bittet Figaros Braut Suzanne um ihre Fürsprache und muss sich, als der Graf selbst ins Zimmer tritt,in einem Lehnstuhl unter einem Morgenmantel verstecken. Doch wird er vom Grafen entdeckt, dessen Zorn sich nun steigert, denn er hat ein Auge auf Suzanne geworfen und vermutet in Cherubine den Nebenbuhler.