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Celestino Sfondrati: Die erledigte Unschuld, Augsburg 1718


 

Celestino Sfondrati:

Die Erledigte Unschuld / In welcher Mit überschweresten Beweißthumen Aus dem Heil. Thoma erwiesen wird / Der Englische Lehrer habe beschlossen und geschrieben für die Unbefleckte Empfängnuß der Mutter Gottes. In Latein beschrieben Durch Coelestinum Sfondrati ... Nun aber in die Teutsche Sprach übertragendurch einen Liebhaber dieses Geheimnuß

Augspurg : Walder, 1718
Signatur UB Augsburg: 02/XIII.5.8.810-1, -2

 

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Der einer Mailänder Adelsfamilie entstammende Benediktiner Celestino Sfondrati (1644 – 1696) wirkte in der Fürstabtei Kempten und an der Benediktineruniversität Salzburg, ehe er 1687 zum Fürstabt von St. Gallen gewählt wurde. Ende 1695, wenige Monate vor seinem Tod, wurde er von Papst Innozenz XII. zum Kardinal ernannt und nach Rom berufen.

Sein Werk über die Unbefleckte Empfängnis Mariens erschien erstmals 1695 in St. Gallen unter dem Titel Innocentia vindicata. Die Unbefleckte Empfängnis Mariens zählt zu den zentralen Elementen des barocken Marienkultes. Es ist dies die Vorstellung, dass Maria vom Makel der Erbsünde bewahrt blieb, als sie von ihrer Mutter empfangen wurde.

Sfondratis Buch enthält im ersten Teil einen Traktat über die Unbefleckte Empfängnis, im zweiten Teil Embleme, die diesen Gedanken besonders sinnfällig machen sollen. Das hier gezeigte Emblem vergleicht die Empfängnis Mariens mit der Erzeugung eines Regenbogens durch das Sonnenlicht (Inscriptio ‚Solis opus’ – ‚Ein Werk der Sonne’). Alle anderen Menschen sind dagegen „von der Sünd schwartze“ Wolken.