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Bestandsprofil


Der Bestandsaufbau der Bibliothek orientiert sich in erster Linie an den längerfristigen Schwerpunkten des Faches in Forschung und Lehre an der Universität, daneben auch an historisch bedingten Schwerpunkten (z.B. Pflege und Ausbau von Altbeständen) und ggf. einzelnen literaturintensiven Forschungsprojekten. Es wird aber auch dafür gesorgt, daß die wesentliche Literatur zu allen Bereichen der Germanistik verfügbar ist, soweit diese für Studium und wissenschaftliche Arbeit relevant sind, auch wenn sie nicht zu den Forschungsschwerpunkten gehören.

Das Fach Germanistik an der Universität umfasst 6 Lehrstühle, die den Gesamtbereich mit Ausnahme der Niederlandistik und Skandinavistik abdecken. Es stellt sich selber im Netz vor mit Informationen über Professoren, Dozenten, Forschungsschwerpunkte und -projekte, Lehrveranstaltungen

Im Bestandsaufbau der 1980er und 1990er Jahre lassen sich folgende Schwerpunkte nennen:

  • Geschichte der deutschen Sprache
  • Frühneuhochdeutsch
  • Lexikographie
  • Dialektologie (Schwerpunkt: bayerisch-schwäbischer Raum)
  • Wortbildungslehre
  • Interkulturelle Kommunikation
  • Mediendidaktik
  • Literaturdidaktik
  • Aufsatzdidaktik, Kreatives Schreiben
  • Historische Schulbücher
  • Deutsche Literatur des Hoch- und Spätmittelalters
  • Mittelalterliche deutsche Paläographie und Handschriftenkunde
  • Literatur vom Naturalismus bis zur Exilliteratur, besonders Heinrich und Thomas Mann
  • Gegenwartsliteratur

In den Jahren bis 1989 wurden aus Mitteln zum Aufbau des Büchergrundbestandes über 500.000 DM für Originalausgaben der deutschen Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts aufgewendet. Es gelang dabei, das Werk von Autoren, von denen keine Gesamtausgaben erschienen sind, in z.T. beachtlichem Umfang antiquarisch zu erwerben. Besonders betrifft dies die Literatur der frühen Moderne, der Weimarer Republik und des Exils (in Auswahl auch Unterhaltungsliteratur). Damit hat sich ein deutlicher Bestandsschwerpunkt in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ergeben. Mit dem Erwerb der Sammlung Salzmann akzentuierte sich dieser Schwerpunkt noch auf die im Nationalsozialismus verpönte Literatur und die Literatur der Emigration.

Die Literatur der Nachkriegszeit wurde in großer Breite gesammelt, besonders die seit der Gründung der Universitätsbibliothek im Jahr 1970 erschienene Produktion. Nach dem Ende der DDR konnte durch die Überlassung einer ostdeutschen Werksbibliothek der Bestand an DDR-Belletristik um über 1.000 Bände gezielt ergänzt werden.

Die wichtigsten Faksimileeditionen alt-, mittel- und frühneuhochdeutscher Schriftdenkmäler sind ebenfalls vorhanden. Seit 1990 konnten jedoch nur noch wenige dieser teuren Werke angeschafft werden.

Seit etwa 1998 sind der frei verfügbare Anteil des Bucherwerbungsetats sowie der Anteil, den das Fach Germanistik vom Gesamtetat erhält, so stark zurückgegangen, dass die weitere Pflege von Sammelschwerpunkten und weitere Lückenergänzungen kaum noch möglich sind. Der laufende Kauf von Kinder- und Jugendliteratur in Auswahl musste eingestellt, der Kauf von Belletristik stark eingeschränkt werden. Die Bibliothek erwirbt jährlich noch für ca. 2.000 Euro aktuelle Belletristik.

Seit ca. 2005 wird der Bestand durch den Erwerb von Ebooks wissenschaftlicher Verlage sowie durch die Einbindung kostenfreier Ebooks und Digitalisate in den Katalog ergänzt (Stand 2015: über 10.000 Titel).