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Armin T. Wegner

(* 16.10.1886 in Elberfeld, † 17.5.1978 in Rom)

Nach seiner Promotion zum Dr. iur. 1914 unternahm Wegner ausgedehnte Reisen, die ihn durch Europa, Nordafrika und Vorderasien führten. Im Ersten Weltkrieg war er als Sanitätsoffizier in Polen und der Türkei eingesetzt, wo er Zeuge des Völkermords an den Armeniern wurde. Nach dem Krieg nahm Wegner seine Tätigkeit als Reiseschriftsteller wieder auf und wurde aktiver Pazifist. Er schrieb im April 1933 einen Brief an Adolf Hitler, in dem er gegen die Judenverfolgung protestierte. Wenige Monate später wurde er von der Gestapo verhaftet und gefoltert und verbrachte bis zu seiner Freilassung im Dezember 1933 vier Monate in verschiedenen Gefängnissen und Konzentrationslagern. Er emigrierte über Großbritannien und Palästina nach Italien. Im Jahr 1938 wurden Wegners gesamte Schriften in Deutschland auf die Liste des schädlichen und unerwünschten Schrifttums gesetzt. Er galt nach dem Ende des Krieges als verschollen und wurde auf dem deutschen Schriftstellerkongress 1947 in Berlin fälschlicherweise zu den während des Nationalsozialismus umgekommenen Schriftstellern gezählt.


Die Werke von Armin T. Wegner sind in unserer Sammlung vollständig vorhanden.
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