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Friedrich Torberg

(* 16.9.1908 in Wien, † 10.11.1979 in Wien)

eigentlich: Friedrich Kantor

Obwohl in Wien geboren, verbrachte er die meiste Zeit vor dem Exil in Prag, woher seine Familie stammte und 1921 zurückkehrte. Seine Erfahrungen in einem zwanghaften Schulsystem verarbeitete er in dem Werk „Der Schüler Gerber hat absolviert". Sein Pseudonym „Torberg", das er seit den ersten Jugendgedichten benutzte, bildete er aus dem Namen Kantor und Berg, dem Geburtsnamen der Mutter. 1927 schrieb er Theaterkritiken und Sportberichte für das Prager Tagblatt. Er trieb auch selbst Sport (Wasserball). Auch für Torberg wurde Max Brod zum Freund und Mentor. 1933 in Deutschland verboten, emigrierte Torberg 1938 nach Zürich, 1939 aus Furcht vor der Auslieferung nach Paris, von wo er kurz vor der Besetzung wieder fliehen musste; auch über die spanische Grenze entkam er nur mit knapper Not. Von Lissabon gelang ihm im Oktober 1940 die Einreise in die USA. In Hollywood ohne rechte Beschäftigung, pflegte Torberg Kontakt mit anderen Emigranten in Kalifornien. Eine besondere Freundschaft verband ihn mit Franz Werfel und seiner Frau. 1944 übersiedelte Torberg nach New York, von wo er 1951 nach Österreich zurückkehrte. Dort gründete und leitete er u. a. die Kulturzeitschrift „Forum". Später wurde er als Übersetzer der Werke Ephraim Kishons bekannt, dessen Sprachwitz er kongenial ins Deutsche brachte. Politisch konservativ setzte Torberg sich u. a. für einen Boykott der Werke Brechts durch österreichische Theater ein. Die Stadt- und Landesbibliothek Wien verwahrt seinen Nachlass.
Die Werke von Friedrich Torberg sind in unserer Sammlung vollständig vorhanden.
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Friedrich Torberg in Wikipedia

Ausführliche Biographie