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Leopold Schwarzschild

(* 8.12.1891 in Frankfurt am Main, † 2.10.1950 in Santa Margherita, Italien)

Schwarzschild, der aus einer alten jüdisch-orthodoxen Gelehrten- und Kaufmannsfamilie stammte und nach einer kaufmännischen Ausbildung Geschichte, Volkswirtschaft und Soziologie studiert hatte, ging nach ersten journalistischen Berufserfahrungen bei verschiedenen Zeitschriften nach Berlin um dort mit dem Wiener Stefan Großmann die Zeitschrift „Das Tage-Buch“ herauszugeben, die sich mit den Machtverhältnissen der Weimarer Republik kritisch auseinandersetzte. Die politischen Entwicklungen zwangen ihn 1932, Redaktion und Verlag nach München zu verlegen. Er floh im März 1933 zunächst nach Wien und kurze Zeit später nach Paris. Dort gab er von Juli 1933 bis Mai 1940 „Das Neue Tage-Buch“, eine der erfolgreichsten Exilzeitschriften, heraus. In Deutschland verbot man sämtliche seiner Schriften und sein Name stand am 25. August 1933 auf der ersten Ausbürgerungsliste des Deutschen Reichs, wodurch er seine deutsche Staatsangehörigkeit und sein zurückgelassenes Vermögen verlor. Er emigrierte 1940 in die USA und arbeitete in New York als freier Journalist. 1949 kehrte er nach Deutschland zurück und starb kurz darauf auf einer Italienreise.


Die Werke von Leopold Schwarzschild sind in unserer Sammlung vollständig vorhanden.
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Leopold Schwarzschild in Wikipedia

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