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VERFEMT – VERBOTEN – VERBRANNT


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Arthur Schnitzler

(* 15.5.1862 in Wien, † 21.10.1931 in Wien)

Schnitzler wurde zunächst Arzt wie sein Vater, ein angesehener Professor jüdischer Herkunft, und betrieb ab 1893 eine Praxis in Wien. Bereits seit 1880 publizierte er literarische Arbeiten; um 1890 fand er Anschluss an die Literaturzirkel um Hofmannsthal, Salten, Bahr und Beer-Hofmann, mit denen zusammen er als Hauptvertreter des „Jung-Wien“ bekannt wurde. Seine Novellen, Romane und Dramen erregten durch skandalträchtige Darstellung der Sexualmoral bzw. gesellschaftlicher Normen, politischer Intrigen, des militärischen Ehrenkodex und des Antisemitismus öffentliche Diskussionen. Seine 1903 erschienene und erst 1920 uraufgeführte Szenenfolge „Reigen" führte zu einem Prozess, was dem öffentlichen Ansehen Schnitzlers jedoch keinen Abbruch tat. Die feine Psychologie seiner Figuren, die nuancenreichen Dialoge faszinierten immer wieder. In der Novelle „Leutnant Gustl" (1900) führte er den inneren Monolog als Spiegelung psychoanalytischer Erkenntnisse recht eigentlich in die deutsche Literatur ein. Vor der Kriegsbegeisterung 1914 warnte Schnitzler. Sein Skeptizismus machte ihn für keine extreme Weltanschauung anfällig. Nach dem Krieg wurde es ruhiger um ihn. Die späten Werke gestalten weiterhin Menschen in kritischen psychischen Situationen. Von den Nationalsozialisten wurden die Werke des Verstorbenen postwendend verboten.Von hohem Wert ist Schnitzlers Tagebuch, das er seit seiner Jugend bis in seine letzten Tage führte.
Die Werke von Arthur Schnitzler sind in unserer Sammlung vollständig vorhanden.
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Arthur Schnitzler in Wikipedia

Ausführliche Biographie

Schnitzler-1912_Schmutzer

Photographie von Ferdinand Schmutzer, um 1912