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Friedrich Reck-Malleczewen

(* 11.8.1884 in Malleczewen bei Neuendorf/Ostpreußen, † 16.2.1945 in Dachau)

eigentlich: Fritz Reck

Fritz Reck-Malleczewen, aus einer ostpreußischen Gutsherrnfamilie stammend, schloss 1911 ein Medizinstudium in Königsberg ab und trat dann eine Amerikareise an. In diesem Zusammenhang begann er journalistisch für Zeitungen zu arbeiten. Später lebte er als freier Schriftsteller in Pasing bei München und in Poing (Chiemgau). Seine Romane seit dem Erstling „Frau Übersee" (1918) sind der gehobenen Unterhaltungsliteratur zuzurechnen und hatten viel Erfolg. Schilderungen und  autobiographische Elemente in seinen Werken zeigen einen unverkennbaren pseudologischen Zwang zur Übertreibung. Andererseits gelang es ihm, nach 1933 mehrere Romane zu veröffentlichen, die mit historischen Stoffen in verschlüsselter Form mit sublimen Anspielungen auf die Gegenwart Kritik am NS-Staat übten. Allerdings übte er diese Kritik von einem monarchistisch-konservativen Standpunkt aus. Sein im Zweiten Weltkrieg entstandenes Tagebuch eines Verzweifelten (1947) dokumentiert seine Gegnerschaft zum Nationalsozialismus am deutlichsten und weist ihn als Autor der „inneren Emigration“ aus. Das Manuskript hatte er 1944 in Poing vergraben, bevor er doch noch denunziert wurde und im Konzentrationslager Dachau an Fleckfieber starb.


Die Werke von Fritz Reck-Malleczewen sind in unserer Sammlung nicht vollständig vorhanden.
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Fritz Reck-Malleczewen in Wikipedia