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Karl Otten

(* 29.7.1889 in Oberkrüchten, † 20.3.1963 in Locarno-Muralto)

Zu den Bekannten des jungen Gymnasiasten gehörten in Aachen Walter Hasenclever und der katholische Sozialreformer Carl Sonnenschein. Als Student in München (ab 1910) schloss Otten sich der anarchistischen „Gruppe Tat“ und dem „Sozialistischen Bund“ um Erich Mühsam an. Danach studierte er in Bonn und Straßburg. Während dieser Zeit schrieb er seine ersten expressionistischen Gedichte. Seine pazifistische Einstellung, die er u. a. als Mitarbeiter der „Aktion" und Herausgeber eigener Zeitschriften zeigte, brachte ihn während des Weltkrieges mehrmals in Haft. Im Erzählband „Der Sprung aus dem Fenster“ (1918) erwies er sich als Vertreter expressionistischer Prosa. 1918 zog er nach Wien, 1922 nach Berlin, wo er als Feuilletonist und Redakteur der „Frankfurter Zeitung" arbeitete und einige Zeitromane verfasste. Trotz seiner links-pazifistischen Haltung warnte er sowohl vor dem Marxismus als auch vor dem  Nationalsozialismus; 1933 musste er Deutschland verlassen. Seit 1936 war er in London für die BBC tätig. Trotz völliger Erblindung konnte er mit Hilfe seiner zweiten Frau weiterhin schriftstellerisch tätig sein. Otten machte in Vorträgen und mit Editionen auf die Literatur des Expressionismus und auf ermordete jüdische Schriftsteller aufmerksam zu machen. 1958 übersiedelte er nach Locarno.


Die Werke von Max Mohr sind in unserer Sammlung nicht vollständig vorhanden.
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Karl Otten in Wikipedia

Ausführliche Biographie