Suche

VERFEMT - VERBOTEN - VERBRANNT


banner-170x150
Startseite * Autorenübersicht

Balder Olden

(* 22.3.1882 in Zwickau, † 24.10.1949 in Montevideo)

Olden studierte einige Semester Literatur, Geschichte und Philosophie. Nach einem Zeitungsvolontariat wurde er Feuilletonredakteur in Hamburg; als  Berichterstatter in Köln unternahm er  Weltreisen, u. a. nach Deutsch-Ostafrika, dem heutigen Tansania. Dort wurde er Soldat der deutschen Kolonialtruppen und geriet 1916-1920 in britische Kriegsgefangenschaft. 1933 emigrierte Olden nach Prag, zwei Jahre später nach Frankreich; er wurde 1940 interniert, es gelang ihm jedoch die Flucht nach Südamerika (Buenos Aires, später Montevideo). Nach zwei schweren Schlaganfällen nahm sich Olden mit 67 Jahren das Leben.
Olden legte antimilitaristische Erzählungen und Gesellschaftsromane vor. Seine Erlebnisse als Soldat in Afrika spiegeln sich im Roman „Kilimandscharo" (1922), der den Kolonialismus angreift. Bekanntheit erlangte der biographische Roman „Ich bin ich“ (1927). In „Anbruch der Finsternis, Roman eines Nazi“ (engl. 1933, dt. 1934) schildert er die Situation in Deutschland kurz vor der Machtübernahme. Nach seiner Emigration arbeitete er als Literaturkritiker für die deutschsprachige Exilpresse.


Die Werke von Balder Olden sind in unserer Sammlung nicht vollständig vorhanden.
Zur OPAC-Suche

Balder Olden in Wikipedia