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Walter Mehring

(* 29.4.1896 in Berlin, † 5.10.1981 in Zürich)

Der Sohn eines jüdischen Schriftstellers und Chefredakteurs studierte
Kunstgeschichte in Berlin und München. Seit 1916 veröffentlichte er u. a. in Waldens „Sturm" und schrieb Kabarett-Texte. Dabei entwickelte sich Mehring zu einem der führenden antibürgerlichen Expressionisten und Dadaisten. 1920 gründete er in Berlin das „Politische Cabaret".
1922 übersiedelte er als Journalist vorübergehend nach Paris. Wieder in Berlin, arbeitete er mit Erwin Piscator zusammen. In dem Stück „Der Kaufmann von Berlin" (1929) sind die Grausamkeiten der Nationalsozialisten vorausschauend dargestellt. Die Uraufführung führte zum größten Theaterskandal der Weimarer Republik.1933 emigrierte der Autor über Paris nach Wien, von dort 1938 nach Paris. 1941 kam er in die USA. Dort entstand 1951 „The Lost Library", dt. „Die verlorene Bibliothek. Autobiografie einer Kultur", in der Mehring melancholisch die Bücher seines Vaters als Symbol einer vergangenen Kultur betrachtet und zudem auf die Anfänge des Berliner Dadaismus zurückblickt. 1953 siedelte er wieder nach Europa über. Nach langen Jahren der Krankheit musste er den Verlust seines wertvollsten Manuskripts erleben. Er starb vereinsamt in Zürich.


Die Literatur erhält mich, aber ernährt mich nicht. Meine Heimat ist die deutsche Sprache. Zuständig bin ich überall, staatenlos im Nirgendwo. Ich bin weder rechts noch links. Ich bin vertikal.
(Aus: Inschrift auf dem Grabstein, Friedhof Zürich-Sihlfeld)

Die Werke von Walter Mehring
sind in unserer Sammlung vollständig vorhanden.
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Bleistiftzeichnung von Robert Delaunay, 1923