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Thomas Mann

(* 6.6.1875 in Lübeck, † 12.8.1955 in Zürich ) 

Thomas Mann, der mit seinem Roman „Buddenbrooks“ (1901) schon früh literarischen Ruhm erlangt hatte, gab sich in der Öffentlichkeit lange als unpolitischer Schriftsteller. Zu Beginn des Ersten Weltkrieges kam es zum Bruch mit seinem älteren Bruder Heinrich: Dieser sprach sich offen gegen den Krieg aus, während Thomas Mann zu dessen Fürsprechern zählte. In den 1920er Jahren wandelte er sich jedoch zu einem Befürworter der Weimarer Republik. Der Literaturnobelpreisträger kritisierte die erstarkende nationalsozialistische Bewegung erstmals 1930 in seinem „Appell an die Vernunft“, der als „Deutsche Ansprache“ in die Geschichte einging. Im Frühjahr 1933 entschloss sich Mann, von einer Vortragsreise durch Westeuropa nicht nach Deutschland zurückzukehren. Er ließ sich mit seiner Frau bei Zürich nieder und setzte dort seine schriftstellerische Tätigkeit nahtlos fort. Seine Werke blieben von der Bücherverbrennung verschont und erschienen noch bis zu seiner Ausbürgerung 1936 in Deutschland. Im Exil litt Mann, den der Verlust der Heimat tief getroffen hatte, unter depressiven Verstimmungen. Er emigrierte 1938 mit seiner Familie in die USA und wurde in Los Angeles ansässig. Von November 1941 bis zum Kriegsende rief er die Deutschen in der für die BBC produzierten antinazistischen Rundfunk-Sendereihe „Deutsche Hörer!“ in monatlichen Radioansprachen zum Widerstand auf. Mann, der 1944 amerikanischer Staatsbürger geworden war, kehrte 1952 in die Schweiz zurück und verstarb drei Jahre später in Zürich.  


Die Werke von Thomas Mann sind in unserer Sammlung nicht ganz vollständig vorhanden.
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Radierung von Max Liebermann