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VERFEMT – VERBOTEN – VERBRANNT


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Paul Kornfeld

(* 11.12.1889 in Prag, † Frühjahr 1942 Ghetto Litzmannstadt (Łódź)

Paul Kornfeld war der Sohn eines jüdischen Chemiefabrikanten aus Prag und ging u. a. mit Max Brod und Franz Werfel in die Schule; wie diese war er auch schon als Jugendlicher dichterisch kreativ. Während er, körperlich unansehnlich, von den literarischen Kollegen zunehmend ausgegrenzt wurde, hatte sein Drama „Die Verführung" (1913), womit er in expressionistischem Gestus gegen alles Kollektivistische und Entmenschlichende der Zeit revoltierte, durchaus Erfolg, das er 1916 in Frankfurt am Main auf die Bühne brachte, wohin er Ende 1914 umgesiedelt war. 1925 bis 1928 war Kornfeld Dramaturg bei Max Reinhardt in Berlin, 1928 bis 1932 in Darmstadt. Anschließend kehrte er nach Prag zurück. Beachtung verdienen auch Kornfelds gesellschaftskritische Komödien der Zwanziger Jahre und der aus dem Nachlass erschienene Roman „Blanche oder das Atelier im Garten". 1941 verhafteten ihn die Nazis; 1942 starb er während der Deportation in Lodz.


Das einzige Mittel, das der Einzelne hat, um die Welt zu ändern, ist das, sich selbst zu ändern.
(Aus: Das junge Deutschland, 1918)


Die Werke von Paul Kornfeld sind in unserer Sammlung vollständig vorhanden.
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Paul Kornfeld in Wikipedia

Ausführliche Biographie

 


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 Porträtfoto (um 1922)