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Annette Kolb

(* 3.2.1870 in München, † 3.12.1967 in München)

eigentlich: Anna Mathilde Kolb

Aus großbürgerlicher Familie mit reichem künstlerisch-gesellschaftlichem Leben stammend, sammelte Annette Kolb Erfahrungen und Eindrücke von Personen aus höheren Kreisen in Deutschland und Frankreich, einem Land, zu dem sie sich trotz der politischen Gegnerschaft hingezogen fühlte. Als Pazifistin sah sie sich gezwungen, während des Weltkrieges in die Schweiz zu emigrieren. In dieser Zeit publizierte sie in den „Weißen Blättern“, die ihr langjähriger Briefpartner René Schickele herausgab. Nach dem Krieg unternahm sie von Badenweiler aus zahlreiche Reisen in Europa, mischte sich in politische und künstlerische Fragen ein und schrieb Essays, die sie in etlichen Büchern veröffentlichte. Als Romanautorin war sie erfolgreich mit den autobiographisch gefärbten Werken „Das Exemplar“ (1913), „Daphne Herbst“ (1928) und „Die Schaukel. Eine Jugend in München“ (1934). 1933 musste Kolb Deutschland verlassen und erreichte über Frankreich 1940 New York. Trotz einer oft wehmütigen Grundstimmung spricht aus ihrem Werk ein klarer Standpunkt, umfassendes Engagement und Verantwortungsbewusstsein. Nach 1945 erfuhr die Autorin in Deutschland große Anerkennung und zahlreiche Ehrungen.

 


Die Werke von Annette Kolb sind in unserer Sammlung vollständig vorhanden.
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Annette Kolb in Wikipedia

Ausführliche Biographie

 

 

KolbAnnette_GuenterRittner_1965

Porträtzeichnung von Günter Rittner, 1965