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Richard Friedenthal

(* 9.6.1896 in München, † 19.10.1979 in Kiel)

Nach der Jugend in Berlin, Kriegsdienst und dem mit der Promotion abgeschlossenen literaturwissenschaftlichen und kunsthistorischen Studium debütierte der freie Schriftsteller mit Gedichtbänden. Erfolgreicher war sein Roman „Der Eroberer" (1929) um Hernán Cortez. Friedenthal konnte bis 1936 als Lektor arbeiten, obwohl er 1933 Schreibverbot erhalten hatte. In dieser Funktion zeichnete er für das erfolgreiche „Knaurs Konversationslexikon" (1932) verantwortlich. 1938 emigrierte er nach London, wo er als Rundfunkjournalist für die BBC und als Redakteur arbeitete und ab 1942 Sekretär des Deutschen PEN-Clubs im Exil war. Seit 1950 war er in Deutschland wieder für den Verlag Droemer-Knaur tätig („Knaurs Jugendlexikon", 1953), kehrte aber 1956 nach London zurück. Seine umfassende historische und enzyklopädische Bildung befähigte ihn in seinen späten Jahren zum Schreiben großer und viel gelesener Biographien („Das Erbe des Kolumbus", 1950; „Goethe, sein Leben und seine Zeit", 1963, weitere über Händel, Leonardo da Vinci, Luther, Jan Hus, Karl Marx). Das große Individuum interessierte ihn darin mehr als alle Zeitumstände und historischen Entwicklungen. Auch als Essayist trat Friedenthal hervor. Er gab später Werke und Briefe seines frühen Förderers Stefan Zweig heraus.

 


Die Werke von Richard Friedenthal sind in unserer Sammlung vollständig vorhanden.
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Richard Friedenthal in Wikipedia

Ausführliche Biographie