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Egon Friedell

(* 21.1.1878 in Wien, † 16.3.1938 in Wien)

eigentlich: Egon Friedmann (amtliche Namensänderung 1916)

Der Sohn eines jüdischen Tuchfabrikanten in Wien wuchs bei seiner Tante in Frankfurt am Main auf. 1899 schloss er seine schwierige Schullaufbahn mit dem Abitur in Heidelberg ab. Bereits 1897 war er zum Protestantismus konvertiert. Nach Studien in Philosophie und Germanistik promovierte er 1904 in Wien über Novalis. Als Student schrieb Friedell u. a. für die „Facke"l sowie als Theaterkritiker und Übersetzer. 1910 gründete er das Intime Theater. Als Kriegsfreiwilliger wurde er abgelehnt. Seit 1927 arbeitete er nur noch als Schriftsteller. Seinen kulturhistorischen Studien entsprang die mehrbändige Kulturgeschichte der Neuzeit (1925-27), sein größter Erfolg. 1937/38 verboten die Nationalsozialisten seine Werke. Als am 16.3.1938 die SA vor seinem Haus aufmarschierte, nahm er sich aus Furcht vor der Verhaftung durch einen Sprung aus dem Fenster das Leben.


Die Werke von Egon Friedell sind in unserer Sammlung nicht vollständig vorhanden.
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Egon Friedell in Wikipedia

Ausführliche Biographie

Friedell_Wikimedia-commons

Foto von 1931 (Edith Barakovich, Radio Wien)