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Alice Berend

(* 30.6.1875 in Berlin, † 2.4.1938 in Florenz)

Die jüdische Fabrikantentochter lebte nach ihrer Heirat mit dem schwedischen Schriftsteller John Jönsson zeitweise in Dänemark und Schweden, dann jedoch längere Zeit in Italien, wo sie viele Milieuromane aus dem Berliner Bürgertum schrieb, die überwiegend in Fischers Bibliothek zeitgenössischer Romane erschienen und sehr hohe Auflagen erzielten. Neben ihrer gekonnten humoristischen Erzählweise waren hierfür auch thematische und atmosphärische Anklänge an Theodor Fontanes Prosa verantwortlich. Mehrere Lebensstationen in Deutschland und eine zweite Ehe folgten. Um selbst weiter in Deutschland als Künstler tätig sein zu können, sagte sich ihr zweiter Mann, der Maler Hans Breinlinger, von ihr los und bekam ihr Vermögen zugesprochen. Schließlich fiel auch Alice Berend dem NS-Verdikt zum Opfer und ging 1935 erneut nach Italien, wo sie trotz weiterer Romanpublikationen in Armut und ohne Anschluss an Emigrantenkreise starb.


Die Werke von Alice Berend sind in unserer Sammlung vollständig vorhanden.
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Alice Berend in Wikipedia

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Zeichnung von Emil Stumpp (1928)

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