Einen Schwerpunkt des Augsburger Kunstschaffens des 17. und 18. Jahrhunderts bildete die Druckgraphik (Kupferstich und Radierung bzw. Mischformen). Da Augsburg zugleich im Buch- und Verlagswesens seine wichtige Rolle behaupten konnte, erlebte auch die Buchillustration eine Blüte.
Graphik- und Buchmarkt, die Produktion von eigenständiger Graphik und von Buchillustration waren dabei untrennbar miteinander verschränkt: Verleger von Büchern waren des öfteren gleichzeitig Kunstverleger und Kupferstecher, und in den reich illustriertern Tafelwerken, einem für die Augsburger Buchkunst des 17. und 18. Jahrhunderts besonders charakteristischen Buchtyp, waren die Texte mitunter sehr knapp gehalten oder konnten auch ganz fehlen, so dass sich ein fließender Übergang zur Graphikserie ergab.
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