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Einblicke in den virtuellen Himmel


Hagia_Sophia_350

Einblicke in den virtuellen Himmel:
Neue und alte Bilder der Hagia Sophia

Ausstellung der Klassischen Archäologie und der Universitätsbibliothek Augsburg

Zentralbibliothek, Ausstellungshalle
8. November 2013 - 16. Januar 2014

Mo - Fr: 8.30 - 24.00 Uhr
Sa: 9.30 - 24.00 Uhr
So: 12.00 - 18.00 Uhr


Eröffnung: 7. November, 18.00 Uhr

Zur Einführung in die Ausstellung sprechen Prof. Dr. Valentin Kockel (Klassische Archäologie, Universität Augsburg) und Prof. Dr. Rudolph H. W. Stichel (Technische Universität Darmstadt).


Führungen durch die Ausstellung:

Donnerstag, 05. 12.13, 16.00 Uhr
Montag, 16. 12.13, 11.00 Uhr
Dienstag, 07. 01.14, 10.30 Uhr


Finissage: Donnerstag, 16.1. 2014, 18.15 Uhr

PD Dr.–Ing. Helge Svenshon (Darmstadt):
Pythagoras for ever? Bemerkungen zum Entwurf der Hagia Sophia

Dipl.–Ing. Andreas Noback (Darmstadt):
Das Licht in der Hagia Sophia Justinians. Simulation und Repräsentation des Innenraumes

Valentin Kockel:
Finissage

 


 

Die Hagia Sophia ist wie kein anderes Monument mit der Geschichte Istanbuls verbunden. Seit ihrer Einweihung 537 n. Chr. unter Kaiser Justinian ist sie das Symbol der Stadt. Parallel zur Transformation der Metropole von Konstantinopel zu Byzanz und schließlich Istanbul, veränderte sich der Bau auch von einer byzantinisch-christlichen Basilika und griechisch-orthodoxen Kirche zur Moschee, blieb aber immer sakraler Mittelpunkt. Auch mit der Umwandlung in ein Museum unter Kemal Atatürk behielt die Hagia Sophia ihre religionspolitische Bedeutung.

Ihre Faszination verdankt die Hagia Sophia nicht zuletzt der Architektur ihres Innenraums, die im Urteil der Zeitgenossen "den Himmel selbst nachahmt". Vor allem die Größe des stützenlosen Innenraums, dem eine scheinbar frei schwebende Kuppel aufgesetzt wurde, war und ist Anlass für Bewunderung. Geschickt betont die Innenraumausstattung zusätzlich den Effekt einer 'Entmaterialisierung'.

Die Ausstellung, die auf ein Projekt der TU Darmstadt zurückgeht, präsentiert anhand 'alter und neuer' Bilder in welcher Weise die Faszination für die Hagia Sophia bis heute anhält. Von spätmittelalterlichen Stadtansichten bis zu politisch-historischen Illustrationen in Zeitschriften aus dem 19. Jahrhundert, von den ersten wissenschaftlichen Bauaufnahmen Anfang des 20. Jahrhunderts bis zu modernen Computersimulationen kann nachvollzogen werden, mit welchen medialen Mitteln jeweils versucht wurde, eine Vorstellung vom Aussehen der Hagia Sophia zu vermitteln. Die Abbildungen zeigen auch, mit welcher Zielsetzung diese Mittel jeweils eingesetzt wurden.

Das Projekt "Die Hagia Sophia Justinians" der TU Darmstadt führt mit einer mathematisch-geometrischen Analyse des Entwurfsvorgangs und einem CAD-Modell des Innenraums wieder zum ursprünglichen Aussehen des Monumentes. Indem rückwirkend sowohl die faktischen baulichen Veränderungen durch die jahrhundertelange Nutzung wie auch die intellektuellen Bedeutungsebenen entfernt werden, wird ein eindrucksvolles Bild des ursprünglichen Raumes rekonstruiert und die Hagia Sophia erstrahlt als 'virtueller' Himmel neu.

 

 

REKONSTRUKTION:
L. Grobe // O. Hauck // M. Kim // A. Noback // R. H. W. Stichel // H. Svenshon (alle Technische Universität Darmstadt)

LEIHGABEN:
Universitätsbibliothek Augsburg // Staats- und Stadtbibliothek Augsburg // Architekturmuseum Schwaben // Zentralinstitut für Kunstgeschichte München, Fotothek // Chr. Duppel // A. Noback // R. Stichel // H. Svenshon

KONZEPT DER AUSSTELLUNG IN DARMSTADT:
O. Hauck // A. Noback // R. H. W. Stichel // H. Svenshon

KONZEPT DER AUSSTELLUNG IN AUGSBURG:
D. Deplano // V. Kockel