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Die Welt in einer Nuss



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Die Welt in einer Nuss
Alte Geschichtslehrwerke aus den Beständen der Universitätsbibliothek Augsburg und der Staats- und Stadtbibliothek Augsburg

Eine Ausstellung des Lehrstuhls für Didaktik der Geschichte der Universität Augsburg

Zentralbibliothek, Ausstellungshalle
7. Oktober - 12. November  2011
Montag - Freitag: 8.30 - 24.00 Uhr
Samstag: 9.30 - 24.00 Uhr

Eröffnung: 6. Oktober 2011, 20.00 Uhr

Die Ausstellung wird eröffnet im Rahmen der vom 6. bis 8. Oktober in Augsburg stattfindenden XIX. Zweijahrestagung der Konferenz für Geschichtsdidaktik.

 

Zur Ausstellung ist eine Begleitbroschüre erhältlich:

Karl Filser, Oliver Simmet:
Die Welt in einer Nuß: Alte Geschichtslehrwerke aus den Beständen der Universitätsbibliothek Augsburg und der Staats- und Stadtbibliothek Augsburg
Augsburg, Universitätsbibliothek: 2012
71 S. mit 64 Abb., Großformat.
ISBN 978-3-936504-06-4

Sie kann zum Preis von € 8,50 im Sekretariat der Universitätsbibliothek Augsburg erworben werden (Montag-Donnerstag: 8.30 -16.00 Uhr, Freitag: 8.30-12.00 Uhr) bzw. beim Sekretariat bestellt werden (dir@bibliothek.uni-augsburg.de; zzgl. Versandgebühr € 1,50). 


 

Die Welt in einer Nuss

Die Ausstellung von Geschichtslehrwerken aus dem 17. bis 19. Jahrhundert übernimmt ihren Titel von einem gymnasialen Geschichtsbuch, das seit 1697 in verschiedenen Ausgaben in Nürnberg gedruckt worden ist. Es spiegelt – wie andere ausgestellte Werke auch – den wissenschaftlichen und didaktischen Diskurs seiner Zeit wider. Dazu gehören unter anderem folgende Fragen:

Wie lässt sich historisches Wissen ordnen?

Die enorme Vermehrung historischen Wissens in der Frühen Neuzeit gibt den Anstoß, es zur besseren Überschaubarkeit in Tabellen aufzulisten. In ihnen wird das Nacheinander des zeitlichen Verlaufs (Jahrtausende, Jahrhunderte…) mit dem Nebeneinander von Schauplätzen (Erdteile, Territorien…) und Dimensionen (Politisches, Wirtschaftliches, Kulturelles…) zu einer Synopse verbunden. „Tabellengeschichte“ wird bis in das 19. Jahrhundert herauf geschrieben.

Wie behält man historisches Wissen?

Seit der Antike wird versucht, historische Sachverhalte nachhaltig im Gedächtnis zu verankern. In der Frühen Neuzeit kulminiert dieses Bemühen in originellen mnemonischen und emblematischen Werken, wie sie z.B. Johannes Buno (1617-1697) entwickelt hat.

Was lehrt uns die Weltgeschichte?

Bis zur Aufklärung und darüber hinaus wird die Weltgeschichte im heilsgeschichtlichen Sinne interpretiert, bevor sie im Geist des Fortschrittdenkens zunehmend mehr als Geschichte der Menschheit den Lernenden nahegebracht wird. Die Weltgeschichte wird als unerschöpfliche Quelle, aus der jeder Mensch etwas Nützliches für sein Leben lernen kann, betrachtet. August Ludwig von Schlözer (1735-1809) dagegen lehrt, dass man durch das Studium der Weltgeschichte erkennen kann, wie Andersartigkeit und Ungleichheit, die es überall in der Welt zu beobachten gibt, entstehen konnten, trotz der anfänglich gleichen Startbedingungen aller Menschen.

 

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Die Ausstellung wurde im Rahmen einer Seminarfolge der „Berufswerkstatt Geschichtskultur“ am Lehrstuhl für Didaktik der Geschichte im Winter- und Sommersemester des Studienjahres 2010/11 erarbeitet.

Als Grundlage dienten die Lehrbuchsammlungen der Universitätsbibliothek Augsburg und der Staatsund Stadtbibliothek Augsburg, die zu den größten in Deutschland zählen.

Seminarleitung:
Prof. em. Dr. Karl Filser, Oliver Simmet M.A.

Seminarteilnehmer/-innen:
Miriam Aubele, Sabrina Beckenbauer, Armin Bergmann, Anna Fischer, Martina Goschi, Ralf Günter, Elena Haberland, Lisa Knevels, Beate Lammert, Christa Rieß, Rainer Ruoß, Julia Schabert, Claudius Spingkart

Universitätsbibliothek:
Ursula Knab, Carolin Rawein, Klaus Satzinger-Viel, Dr. Peter Stoll

Führungen durch die Ausstellung bietet der Lehrstuhl für Didaktik der Geschichte auf Anfrage unter 0821/598-5556 an.

Wir danken der Gesellschaft der Freunde der Universität Augsburg e.V. für die freundliche Unterstützung.