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Christoph von Schmid


KLEINE AUSSTELLUNG

Zum 150.Todestag von Christoph von Schmid am 3.September

Zentralbibliothek, Eingangshalle
3.9. - 14.10.2004
Mo - Fr: 8.30 - 22.00 Uhr, Sa: 8.30 - 16.00 Uhr

Christoph von Schmid (15.8.1768 Dinkelsbühl - 3.9.1854 Augsburg) ist für die meisten Leute von heute allenfalls ein Name aus einer - nicht nur zeitlich - fernen biedermeierlichen Zeit. Dahinter steht ein geistlicher Schriftsteller, der aus tief gläubiger Grundhaltung und pädagogischer Berufung als “Moralapostel” für Kinder auftrat und ihnen durch immer neue Beispielgeschichten eindringlich zeigte, wie Gott das Gute letztlich siegen lässt.

Und doch war Christoph von Schmid mit seinen Büchern in zahllosen Auflagen und Übersetzungen in 24 Sprachen von immenser Wirkung und wurde in der Literaturgeschichte Deutschlands, Bayerns und Schwabens im 19. Jahrhundert zur festen Größe: katholische Trivialliteratur mit höherem erzieherischem Anspruch, herzergreifend und spannend erzählt. Dass er auch Verfasser des Weihnachtsliedes “Ihr Kinderlein kommet” und des Kirchenliedes “Beim letzten Abendmahle” ist, sollte man sich vielleicht merken können. Wer sich eingehender mit ihm beschäftigt, kann ein bewegtes Leben mit allerlei hochinteressanten Bezügen zu Theologie und Politik und manchen modernen Zug in seiner Pädagogik entdecken. In Dinkelsbühl geboren, waren seine Lebensstationen Dillingen an der Donau, Nassenbeuren, Seeg, Thannhausen, Oberstadion und Augsburg, wo er zuletzt als Domkapitular wirkte.

Unsere kleine Ausstellung zeigt vor allem Ausgaben aus der reichhaltigen Christoph-von-Schmid-Sammlung der Bibliothek des Cassianeums Donauwörth.

Ergänzend zur Ausstellung gibt es ein Faltblatt, das neben weiterführenden Literaturangaben einige Textproben aus den Werken des Autors enthält.