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Friedrich Schiller


Schiller 2003


Zum Poeten machte mich das Schicksal
Schillers Weg nach Weimar

Ausstellung der Universitätsbibliothek Augsburg
im Rahmen des Literaturprojekts 2003 der Stadt Augsburg

Zentralbibliothek, Ausstellungshalle
06.02.- 12.04.2003

"Zum Poeten machte mich das Schicksal – Schillers Weg nach Weimar" ist der Titel einer Ausstellung zu Leben und Werk Friedrich Schillers, die die Universitätsbibliothek Augsburg zum 10. Literaturprojekt der Stadt Augsburg beisteuert. Speziell zu diesem Anlass konzipiert wurde die Ausstellung gemeinsam mit dem Schiller-Experten Prof. Dr. Dr. h. c. Helmut Koopmann. Im Mittelpunkt der Ausstellungseröffnung steht eine Podiumsdiskussion unter dem Titel Schiller – klassische Werte und unsere Moderne.

Anhand reichen Bild- und Textmaterials - unter den Exponaten sind auch zahlreiche Originalausgaben – werden Schillers Lebensweg und die Entstehung seiner Werke im literarischen, politischen und sozialen Umfeld der Goethezeit nachgezeichnet. Schwerpunkte sind Schillers Jugend, die Jahre gemeinsamer Arbeit mit Goethe (Weimar/Jena) und Schillers bis in die Gegenwart hineinreichende Wirkung als "Zeitgenosse aller Epochen".

Publikationen, Handschriften in Faksimile, Reproduktionen von Druckgraphiken und Gemälden, Plakate, Karikaturen, Erinnerungsstücke sowie Objekte der Schiller-Verehrung und des Schiller-Kults illustrieren den Menschen und den Dichter Friedrich Schiller. Die Ausstellung ordnet Schiller mit seinen Zeitgenossen in die literarischen und politischen Strömungen der Epoche des Pietismus, der Aufklärung und der Französischen Revolution ein.

Im Zentrum stehen die Jahre der Weimarer Klassik. Goethe, der ab 1794 mit Schiller in Weimar und Jena eng zusammenarbeitete, schrieb später über ihn: Nichts geniert, nichts engt ihn ein, nichts zieht den Flug seiner Gedanken herab; was in ihm von großen Ansichten lebte, geht immer frei heraus ohne Rücksicht und ohne Bedenken. Das war ein rechter Mensch, und so sollte man auch sein.

Marcel Reich-Ranicki hat Schiller den strapazierfähigsten Dichter Deutschlands genannt. Die Ausstellung gibt einen Einblick in seine Wirkungsgeschichte – etwa in der Illustration oder in der Musik. Das Bild wird ergänzt durch Dokumente zur Schiller-Verehrung und zum Schiller-Kult, zur politischen Vereinnahmung des Dichters, aber auch zu seinem Nachleben in Parodie und Karikatur. Der Rundgang durch die Ausstellung führt über zwölf Stationen: Der junge Schiller – Aufklärung – Pietismus – Nach der Flucht – Freunde und Gefährten – Französische Revolution – Schiller als Historiker – Das klassische Weimar – Schiller und Goethe – Wilhelm Tell – Schillers Verleger – Wirkungsgeschichte.

Texte von Prof. Dr. Helmut Koopmann und Dr. Andrea Bartl führen in jeden dieser zwölf Abschnitte ein. Die Exponate – darunter viele Originalausgaben und einige auswärtige Leihgaben – hat Dr. Gerhard Stumpf, Germanistik-Fachreferent der Universitätsbibliothek Augsburg, ausgewählt und beschrieben.